Elbe-Wochenblatt Süderelbe, Mittwoch 08. Juni 2011

Scholz tanzt mit – Karkmess und ein großer Festumzug lockten Tausende nach Finkenwerder

A. BURUCK, FINKENWERDER:
Was für ein Fest! Ganz Finkenwerder war auf den Beinen, um eine der zahlreichen Veranstaltungen der 775-Jahrfeier und der Karkmess zu besuchen. Insgesamt feierten 6.000 Besucher rund um den Marktplatz, zum über einen Kilometer langen Festumzug anlässlich der 775-Jahrfeier kamen sogar 8.000 Zuschauer. Und zum Abschluss betrat ein Überraschungsgast die Bühne: Bürgermeister Olaf Scholz ehrte in einer lockeren Ansprache das Engagement aller Mitwirkenden. "Darauf können Sie zu Recht stolz sein", rief er. Dann zeigte er sich als Bürgermeister zum Anfassen: Unter anhaltendem Applaus tanzte er gekonnt mit der Finkwarder Speeldeel und dem Danzkring und krönte den Abend mit einer Portion getrockneter Scholle - "Dreugt Fisch", einer Finkenwerder Spezialität."Unser Kulturkreisvorsitzender Adolph Fick zeigte ihm, wie man sie isst", schmunzelte Frank Röhlig, einer der Organisatoren. Bei dem Umzug hatten Finkenwerders Vereine, Organisationen, Firmen und Schulen eine Menge Kreativität bewiesen. Mit bunt geschmückten Treckern, Oldtimern, Fahrrädern, lastwagen oder zu Fuß waren 50 Gruppen durch die Altstadt bis zum Festplatz marschiert. Zum Schluss gab es Preise für die beiden besten Wagen. Die Blumenhäuser Jonas und Wacks hatten ihr Fahrzeug mit einem knorrigen alten Baum drapiert und über und über mit Blumen verziert. Das Hotel am Elbufer begeisterte mit einer fahrenden Hotelszenerie. Gewonnen haben beide Sieger eine gemeinsame Ausfahrt auf dem ehemaligen Fischkutter "Landrath Küster" .

 

Harburger Anzeigen und Nachrichten, Donnerstag 02. Juni 2011

Fröhliches Fest zur "Sonnenwende der Finkenwerder Fischer"
KARKMESS Ein Festzeit bietet in diesem Jahr Gelegenheit zu Klänschnack und abendlichem Tanz

STIMMEN ZUM FEST - Von Lars Hansen:
Für die Finkenwerder ist die Karkrness etwas ganz Besonderes, denn jeder verbindet eigene Erinnerungen und Assoziationen mit diesem Fest, das in Finkenwerder immer am ersten Wochenende im Juni gefeiert wird.
Carina Kaiser, Vorsitzende der Finkwarder Speeldeel, freut sich auf das Fest aus praktischen Gründen: "Wir lassen traditionell unseren Nachwuchs seinen ersten Auftritt bei der Karkrness machen. Im Winter nehmen wir neu auf und im Sommer können die Kinder schon mittanzen. In diesem Jahr hatten sie wegen des Jubiläums aber schon einen Auftritt vor der Karkrness." Jutta Vick, Vorsitzende des Danzkrings, erinnert sich: "Früher gab es zwei Festplätze: Einen bei der Kirche und einen am Auedeich. Wir Kinder sind immer gependelt, immer die Landscheide entlang. Und überall, wo wir an Häusern von Verwandten vorbeikamen, haben wir denen Kleingeld . für die Karussells aus dem Kreuz geleiert. Zum Glück ist die Landscheide so lang."
Adolf Fick, Obstbauer und Vorsitzender des Kulturkreises: "Zur Karkrness waren ja nun wirklich alle Verwandten versammelt. Als kleiner Junge bin ich dann immer mal zu dem einen Onkel, mal zu dem anderen ins FestzeIt gegangen und habe mir Geld rur Autoscooter und Karussell geben lassen. Damals kam man mit einem Groschen noch weit." Gorch Fock bezeichnete die Karkrness einst als die "Sonnenwende der Finkenwerder Fischer", und behauptete, dass die Fischer das Jahr in die Zeit vor und nach der Karkrness einteilten. Aus Sicht der Fischer ist das sinnvoll: Die Karkrness wird traditionell am ersten Juniwochenende gefeiert.
"Da war rur die Fischer die Schollensaison beendet und die Schiffe wurden für den Seezungenfang ausgerüstet", weiß Finkenwerders Amateurhistoriker Kurt Wagner. Am Ende der Schollensaison waren die Fischer meistens in Feierlaune: Die Fanggründe lagen quasi vor der Haustür und kürzere Wege bedeuteten viele Fahrten und mehr Fisch.
"Historische Belege für die Karkmess finde ich erst ab 1866", sagt Wagner, "aber das ist ein allgemeines Problem mit Finkenwerder Unterlagen. Wahrscheinlich ist die Karkmess älter." Dass es die Karkmess überhaupt noch gibt, haben die Finkenwerder ihrem Kulturkreis zu verdanken, denn das Fest siechte vor sich hin, bestand zeitweise nur aus einigen Buden und einem Karussell. "Das Problem war, dass es die beiden Saalgaststätten bei der Kirche nicht mehr gab", weiß Wagner. "So konnten sich die Leute nicht mehr zusammensetzen und bei einigen Bieren einen Klönschnack abhalten." Weil der Kulturkreis Finkenwerder aber schon bei der Organisation der 750-Jahr-Feier gesehen hatte, wie wichtig den Finkenwerdern ein gemeinsames Fest ist, handelte er: Anstelle der Saalgaststätten wurde ein Festzelt organisiert, in dem an allen vier Tagen der Karkrness geklönt werden kann und wo getanzt wird. An den Nachmittagen findet darüber hinaus auch Programm statt: Oft tritt die Finkwarder Speeldeel oder der Danzkring auf, einmal präsentierte sich gar die Boxstaffel des TuS Finkenwerder mit einer Kampfgala. Heute ist die Karkrness wieder bei den Finkenwerdern angekommen - und natürlich das zentrale Fest des Jubiläumsjahrs.

 

Hamburger Abendblatt, Mittwoch 01. Juni 2011

Die Insel der Finkenjäger feiert 775. Geburtstag

Fest dauert vier Tage. Die "Karkmess" soll das Insulaner-Gefühl des Stadtteils bestärken

AXEL TIEDEMANN FINKENWERDER:
Wenn man die Seele Finkenwerder suchen müsste – hier würde man wohl fündig: Noch immer ragen in dem kleinen Hafen des ehemaligen Fischerorts hölzerne Masten auf. Und hinter einer hohen Flutschutzmauer reihen sich alte Häuser um verwinkelte Gassen. Die Masten stehen zwar auf Museumschiffen, zu dem pittoresken Seefahrerhäuschen hinter der Flutschutzmauer sind inzwischen Neubaugebiet und Industriebetriebe gekommen. Und die Insel Finkenwerder ist in Wahrheit auch gar keine Insel mehr. "Doch wir sind in Hamburg immer noch ein ganz besonderer Stadtteil mit ausgeprägtem Inselgefühl" sagt Kai Külper und grient. Der 52 Jahre alte Gastronom gehört wie Rechtsanwalt Frank Röhlig zu einem vielköpfigen Organi ationsteam, das diees Gefühl nun noch einmal richtig zum Ausdruck bringen möchte. In den kommenden Tagen feiert Finkenwerder, die Insel Hamburg auf der anderen Elbseite, daher ein 775-jährige Bestehen mit etlichen Programmpunkten, des traditionellen Volksfeste Karkmess und einem großen Festumzug mit etlichen Vereinen und Institutionen am Sonntag. Alle 25 Jahre, so lautet eine ungeschriebene Verabredung der Institutionen und Vereine Finkenwerders, wird dieses Jubiläum groß gefeiert. Doch wie besonders ist Finkenwerder wirklich, und wie ausgeprägt ist das Inselgefühl? Seit der großen Sturmflut im Jahr 1962 wurde die Alte Südereilbe abgetrennt und Finkenwerder verlor endgültig eine frühere Insellage. Doch noch immer bildet beispielsweise die Hadagfähre die zentrale Verbindung Finkenwerder mit der Hamburger City. "Wir fahren mit dem Dampfer nach Hamburg und mit der Barkasse nach Teufelsbrück", so heißt es auf Finkenwerder. "Und durch Gewerbe, Süderelbe und den Hafen sind wir eigentlich noch immer abgetrennt von den anderen Seiten und leben wie auf einer Insel", sagt Külper. Da schweißt zusammen, man fühle sich eben weiter als Insulaner wie die Vorväter. Und selbst die Moschee der muslimischen Zuwanderer heißt auf Finkenwerder Insel-Moschee. Zuletzt bewiesen die streitbaren Insulaner 2005, wie stark die er Zusammenhalt ist.
Zum Fischerort wurde Finkenwerder erst Ende des 19. Jahrhunderts.
Eindruck voll und erfolgreich wehrten sie ich gegen Pläne des Senat, ihren Stadtteil Harburg zuzuschlagen; er hätte dann nicht mehr zum Bezirk Mitte gehört. Mit dem Bus nach Harburg statt mit dem Dampfer nach Hamburg.
Nein, das wollte man nicht und rief zu Protesten, denen sich der Senat schließlich beugte.
Die große Feier in die er Woche aber geht auf eine erste urkundlich Erwähnung zurück, bei der ee um eine Art Jagdrecht auf Finken ging. "Daher stammt der Name", sagt der frühere Ortsamtsleiter Finkenwerders, Uwe Hansen, der heute im Kulturkreis aktiv ist. Finkenwerder war die Insel, auf die man zum Finkenjagen ging. Zur eigentlichen Seefahrer- und Fischerinsel wurde Finkenwerder erst später. erklärt er. Da war während des dänisch-britischen Krieges Ende des 19. Jahrhunderts . Blankenese war seinerzeit dänisch, und dänische Fischer auf der Nordsee wollten die Engländer nicht sehen. "Also wechselten viele nach Finkenwerder", sagt Uwe Hansen. Dadurch entwickelte ich eine völlig andere Kultur als rundherum im Alten Land. Schützenfeste wie im benachbarten Neuenfelde werden auf der Insel nicht gefeiert. Dafür aber die Karkmess im Juni - immer zu der Zeit, zu der früher die Fischer zurückkamen. Nach der Schollensaison und bevor es wieder hinaus ging zum Fang von Seezungen. Vor einigen Jahren kam es zu einer Art Neuauflage der Karkmess, die sich seitdem zum zentralen Volksfest auf Finkenwerder entwickelt hat. Zwar gibt es inzwischen hier keinen aktiven großen Fischkutter mehr, doch die Seefahrertradition wird weiter aufrechterhalten. Heute prägt aber auch Industrie den Ort. Zunächst die Deutsche Werft, später der Flugzeughersteller Airbus. Immer schon kamen auf Finkenwerder unterschiedliche Bevölkerunggruppen zusammen, sagt Hahnen. Die Fischer, die Bauern von der "Lüneburger Seite" der einstigen Insel, später Werftarbeiter und Flugzeugmechaniker oder auch türkische Migranten. Hansen: "Integration ist hier meist gelungen - vielleicht, weil wir in Wahrheit eben tatsächlich immer noch Insel sind, gefühlt auf jeden Fall."

 

Elbe Wochenblatt, Mittwoch 25. Mai 2011

Schiffe und viel mehr
Finkenwerder feiert seinen Hafen: Großes Fest von Freitag bis Sonntag

A. BURUCK. FINKENWERDER
Die 775-Jahrfeier Finkenwerders strebt ihrem Höhepunkt entgegen. Und weil Finkenwerder ohne Schiffe und Hafen nicht denkbar ist. spielt sich das kommende Wochenende auch fast komplett am Kutterhafen ab. Freitag, 27. Mai. um 15.30 Uhr beginnt das Hafenfest am Köhlfleet Hauptdeich 22 mit einem Freiluftkonzert. Die Veranstalter Deichgroove und der Kulturkreis als Schirmherr präsentieren die "Startsignale Open Air", bei der sieben Künstler und Bands für Stimmung sorgen werden. Ebenfalls musikalisch geht es am Sonnabend, 28. Mai, um 11 Uhr mit dem Orchester Airbus Hamburg. dem Frauenchor Frohsinn, der Liedertafel Harmonie und dem Männergesangverein Gerrnania weiter. Bereits um 10 Uhr baut ein nicht-gewerblicher Flohmarkt seine Stände auf. Freunde historischer Schiffe kommen natürlich auch voll auf ihre Kosten. Neben dem frisch renovierten Landrath Küster laden auch dessen Schwesternschiff Astarte sowie der Freiherr von Maltzahn und der Dämpfschlepper Claus D zu Besichtigung und Klönschnack ein "Gegen eine Gebühr können Gäste an Törns in den Hafen teilnehmen", erklärt Uwe Hansen. Geschäftsführer des Vereins "Freunde des Hochseekutters Landrath Küster". Kinder fahren kostenlos mit. Für sie ist außerdem auf der MS Altenwerder ein Programm mit Spielen und Basteln geplant. Und um 15 Uhr zeigen die jungen Sänger und Tänzer der Lütt Fjnkwarder Speeldeel, was sie können. Für Frühaufsteher ist der Sonntag gedacht. Bereits um 6 Uhr starten die historischen Schiffe zu einem Frühtörn zum Hamburger Fischmarkt. "Wir sind schon fast ausgebucht", verrät Hansen. Wer eines der wenigen Resttickets für 20 Euro ergattern möchte, kann sich bei Hansen unter Tel.: 743 49 25 anmelden. Beim Frühschoppen ab 10.30 Uhr sorgen dann die liedertafel Harmonie, der Männergesangverein Germania sowie die Freiwillige Feuerwehr Neuenfelde mit einem Platzkonzert für gute Laune.

 

Der Neue RUF, Samstag, 21. Mai 2011

Stacksignale, Flohmarkt und ein "Landrath" nebst Freunden
Großes Hafenfest zum 775. Jubiläum

(pm) Finkenwerder. Zu einem Traditionsfest gehört auf Finkenwerder unbedingt die Beziehung zum Wasser, zur Schifffahrt und zur Fischerei! Diese Idee einiger Vereine fand auch in den Vorbereitungen des Jubiläumsjahres Anklang. Das "Finkenwerder Hafenfest" war geboren. Nun steht auch das Programm und die beteiligten Vereine freuen sich auf möglichst viele Besucher. Die Gastronomie ist beim Festwirt der Karkmess, Thomas Soltau, in guten Händen.
Das Fest beginnt am Freitag, 27. Mai, um 18.00 Uhr mit dem ersten "Stacksignale" Open Air-Rock/ Blues Abend. Auf der Bühne am Kutterhafen präsentieren sich bekannte deutsche und internationale Blues-Bands. Vorher erhalten ab 15.30 Uhr Nachwuchs-Schülerbands aus Finkenwerder die Chance, sich einem größeren Publikum darzustellen. Die Bühne befindet sich auf der Freifläche am Kutterhafen. Am Sonnabend, 28. Mai, findet entlang des Köhlfleet Hauptdeichs und rund um den Kutterhafen ein privater, nicht gewerblicher Flohmarkt statt – professionelle Flohmarkthändler nicht zugelassen. Vielmehr sind Privatpersonen aus Finkenwerder und Umgebung aufgefordert, den Flohmarkt zu beschicken.
Die Veranstalter hoffen auf rege Beteiligung und darauf, dass die Angebote auch dem gewünschten maritimen Charakter des Flohmarkts entsprechen. Anmeldungen nimmt das Blumenhaus Schöndube unter der Telefonnummer 742 94 45 entgegen. Die Werbegemeinschaft Inseltipp im Gewerbeverein Finkwarder lädt von 10.00 bis 18.00 Uhr zum Stöbern und Schlendern über den Flohmarkt auf dem Köhlfleet-Hauptdeich ein. Über 70 Anbieter haben sich bereits angemeldet. Er wird durch einen Drehorgelspieler eröffnet. Der Kulturkreis ist mit einem Stand vertreten, an dem alte Fotos betrachtet werden können während Kenner des Stadtteils Fragen zum ehemaligen Finkenwerder beantworten. An den Schlängeln des Kutterhafens werden nicht nur die bekannten Oldtimer-Schiffe des Finkenwerder Gaffelkonsortiums liegen: Die "Freunde des Hochseekutters Landrath Küster" haben die Zusage erhalten, dass auch die beiden anderen letzten historischen Finkenwerder Hochseekutter "Astarte" aus Bremerhaven und "Präsident Freiherr von Maltzahn" (Hamburg), nach Finkenwerder kommen. Als weitere Attraktion wird der Dampfschlepper Claus D. aus dem Museumshafen Övelgönne hier festmachen. Alle Schiff e bieten gegen eine Gebühr ab Stack auch kurze Törns auf der Elbe an. So können die Schiffe auch in Fahrt erlebt werden.
Auf der Bühne am Kutterhafen präsentieren sich an diesem Tage ab 13.00 Uhr die Finkenwerder Gesangvereine: Frauenchor Frohsinn (14.30 bis 15.00 Uhr), Männergesangverein Germania (14.00 bis 14.30 Uhr) und Liedertafel Harmonie (12.30 bis 13.30 Uhr) sowie das Orchester Airbus Hamburg von 15.00 bis 17.00 Uhr). Am Sonntag, 29. Mai beginnt das Programm für die Besatzungen der historischen Kutter sehr früh. Auf dem Plan steht, wie schon einmal, eine Traditionsfahrt zum Hamburger Fischmarkt, die um 6.00 Uhr beginnt. Die Rückfahrt vom Anleger Fischmarkt beginnt um 9.00 Uhr. Diese Fahrten sind nach einer Ankündigung im Kössenbitter sehr begehrt, aber es sind noch Plätze vorhanden. Die Schiffe erheben eine Gebühr von 20,00 Euro pro Teilnehmer. Der Erlös kommt ungeschmälert dem Erhalt der historischen Kutter zugute!
Im weiteren Verlauf des Tages laden die "Freunde des Hochseekutters Landrath Küster" ab 12.00 Uhr zu einem Frühschoppen mit Matjesbroten und zu einem Platzkonzert mit der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Neuenfelde sowie dem Männerchor "Germania" ein. Um 15.00 Uhr tritt darüber hinaus die Lütt Finkwarder Speeldeel (Leitung: Cordula Kaiser) auf.

 

Der Neue RUF, Samstag, 14. Mai 2011

Endlich einmal in Finkenwerder
Marine gratulierte zum 775. Geburtstag

(pm) Finkenwerder. Finkenwerder kann nicht auf eine ausgesprochene Marinetradition zurück blicken. Trotzdem freute sich die Veranstalter der Festivitäten rund um das 775. Jubiläum Finkenwerders, das in diesem Jahr gefeiert wird, am vergangenen Wochenende gleich zwei Boote der Bundesmarine – das Minensuchboot"Homburg" sowie das Schnellboot "Hermelin" nebst dem etwas kleineren MHV 805 "Gemini" aus Dänemark im ehemaligen Kutterhafen zu begrüßen. Dort waren die drei Schiffe am Freitag vergangener Woche in unmittelbarer Nähe der MS Altenwerder vor Anker gegangen. "Es ist der erste Besuch von deutschen Marine-Einheiten seit über 15 Jahren", wusste Kurt Wagner, Gründer des Kulturkreises zu berichten. Entsprechend herzlich fiel die Begrüßung aus.
Der Bezirksamtsleiter Markus Schreiber und der Regionalleiter für Finkenwerder, Hartwig Behrens, mussten an Bord der "Homburg" zahlreiche Hände schütteln. Kapitänleutnant Tim Amelunxen, Kommandant der"Homburg" bekannte, dass er mit seinem Boot schon immer gerne einmal nach Finkenwerder kommen wollte.
Ein Zufall machte es, wie Kurt Wagner berichtete, schließlich möglich."Ich gehe davon aus, dass Sie hier liegen bleiben und uns beschützen weil es hier so schön ist", sagte Schreiber und tauschte mit Amelunxen sowie mit Kapitänleutnat Thomas Mansfeld, Kommandant der "Hermelin" artig Geschenke aus: Bilder mit maritimem Charakter und Wappen wechselten den Besitzer während sich Frank Röhlig, als Sprecher der Arbeitskreise, die die Aktivitäten für dieses Jubiläumsjahr organisieren, freute, die Botschafter der Marine einmal auch auf Finkenwerder begrüßen zu dürfen. Der "Gemini"-Kapitän Lund Larsen hatte indessen ein ganz anderes Problem:"Der Kutterhafen Finkenwerder ist auf unserem dänischen Kartenmaterial nicht verzeichnet", bekannte er freimütig, was den Besuch aber letztlich nicht zum Scheitern verurteilte. Mit einem herzlichen "mange tak" bedankte er sich für die Einladung. Am Abend des ersten Besuchstages stand zum Kennenlernen ein Cocktailempfang auf dem Programm. Ausdrücklich erwünscht: die Damen mit Hut. Am Heck des Bootes empfing Kommandant Amelunxen seine Gäste: Vertreter aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Hauch von "rotem Teppich" machte sich breit, als die zumeist "gut behüteten" Damen an Bord gingen. Adolf Fick, 1. Vorsitzender des Kulturkreises, erwies sich als guter Gastgeber und schlug den Bogen gekonnt von der Hochseefischerei zur Marine. Aufgabe der Schiff sbesatzung sei auch die Wahrnehmung repräsentativer Aufgaben, so wie an diesem Abend, sagte Amelunxen in seiner Begrüßung. Bei Schnittchen, Sekt, Bier und Cocktails kam man mit der Besatzung schnell ins Gespräch. Die Gäste der Crew staunten nicht schlecht als sie beispielsweise erfuhren, dass die Besatzung der Homburg (5.500 PS) auch heute noch, bald 60 Jahre nach Kriegsende, größtenteils damit beschäftigt ist, Minen in der Nord- und Ostsee zu entschärfen."Das ist eigentlich unsere wichtigste Aufgabe", sagte Amelunxen. Gerade in Bereichen wo Pipelines oder Leitungen verlegt werden, versuche die "Homburg" nach der Ortung durch ein Sonar diese explosiven Kriegsrelikte zu entschärfen. Damit bei der Sprengung etwaige Erschütterungen die Mess- und Anzeigengeräte auf der Brücke nicht in die Irre führen, sind diese allesamt auf Federn montiert, die die Schockwellen abfangen. Sollte es Schwierigkeiten beim Abtasten des Meersgrundes geben, kann auch eine ferngesteuerte Sea-Fox Drohne zum Einsatz kommen, im Extremfall die Taucher. Vorstellbar wäre im Rahmen einer NATO-Aktion auch der Einsatz vor der lybischen Küste um die verminten Häfen wieder zugänglich zu machen.
Gänzlich anders sind die Aufgaben der "Hermelin" gelagert. Als Schnellboot würde sie im Fall eines Falles eventuellen Angreifern einen ersten heißen empfang bescheren. Ausgerüstet mit – unter anderem – MM 38 Exocet-Raketen, die eine Reichweite von 38 Kilometern haben und pro Stück 1.200.000 DM gekostet haben, operiert das Schnellbot ausschließlich in Küstennähe. An den beiden folgenden Tagen machten die Bürger von dem Angebot die Boote besuchen zu dürfen, eifrig Gebrauch. Die Beatzungen beantworteten zahlreiche Fragen, besteht doch nicht alle Tage die Möglichkeit, sich an Bord solcher schwimmenden Einheiten umzusehen. Den Crews wurde auch Zeit zum Landgang gewährt. Sie besuchten das örtliche Airbus-Werk und am Sonntag luden die Gastgeber schließlich zu einer gemütlichen Zusammenkunft auf die Altenwerder ein: Der maritime Rahmen blieb.

 

Der Neue RUF, Samstag, 19. Februar 2011

Ehrenmitglied Kurt Wagner
Hölzerner Apfel ging diesmal an Peter Voss

(pm) Finkenwerder. Kurt Wagner – "Ein Mann für alle Fälle" – wie es Adolf Fick, 1. Vorsitzender des Kulturkreises, formulierte, wurde auf die Bühne der Aula gebeten. Der Kulturkreis ernannte den Gründer des Kulturkreises in Würdigung seiner langjährigen Verdienste um das Kulturleben in Finkenwerder zu seinem Ehrenmitglied.
Ohne das kreative Umfeld sei das Wirken des Kulturkreises gar nicht möglich gewesen, spielte Kurt Wagner den Ball an seine Mitstreiter zurück. Adolf Fick überreichte sodann im Namen des Kulturkreises die Ehrenurkunde.
So geschehen am Sonnabend bei der Auftaktveranstaltung zum 775. Jubiläum von Finkenwerder. Es war der Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, der die Sache auf den Punkt brachte: "Die Auftaktkonzerte des Kulturkreises sind ein erstes Highlight unter den kulturellen Veranstaltungen des Jahres. Sie sind aber auch zu einem Ereignis geworden, zu dem sich ganz Finkenwerder am Jahresanfang begegnet. Wer nicht dabei sein kann oder will, muss auf Finkenwerder schon einen triftigen Grund haben. Man würde ihn vermissen!" Doch in diesem Jahr war die Auftakt-Veranstaltung in der Aula der Stadtteilschule etwas ganz Besonderes, läutete sie doch ganz offiziell die Feierlichkeiten für dieses Jubiläum ein. Eingeladen hatte der Kulturkreis Finkenwerder, der die Federführung für die Organisation dieses Festjahrs übernommen hat. Indessen hat Schreiber auch die Schirmherrschaft über die Festivitäten übernommen.
"In diesem Jahr toppte der Kulturkreis wieder einmal alle seine bisherigen Aktivitäten", fuhr Schreiber fort.
In der Tat. Zwei Hochkaräter konnten für das Programm verpflichtet werden: Die Traditional Old Merry Tale Jazzband sowie Gerd Spiekermann. Was die Gäste aus Neuburg an der Donau – 20 Mitglieder des Stadtrates waren extra aus Bayern angereist – eine Stadt, die dem Kulturkreis und Finkenwerder freundschaftlich verbunden ist, erlebten, war, wenngleich sie des Plattdeutschen nicht mächtig waren, einen Abend nach Maß. Im Wechsel spielten sich die Jazzer und Spiekermann, der mit seinen im Stil eines Entertainers vorgetragenen Geschichten wahre Lachsalven auslöste, die Bälle zu und das Publikum genoss es in vollen Zügen.
Das musikalisch-literarische Programm bestätigte die eingangs gemachte Feststellung des Bezirksamtsleiters, dass der Kulturkreis im 21. Jahr seines Bestehens weit über sich hinaus gewachsen sei, und das, obwohl– oder gerade weil – seine Mitglieder und zumal die Akiven, freiwillig große Verantwortung übernehmen. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund werde sich die Bezirksversammlung mit Sicherheit nicht einem Zuwendungs-Antrag verschließen, kündigte er – im Vorgriff auf die Entscheidung – an. Schließlich sei es der Kulturkreis, der durch Bürgerengagement mehr bewege als jeder Verwaltungsakt, fuhr der Mitte-Chef fort. Der Vorstand des Kulturkreises vernahm es mit Freude. "Hut ab" sagte dann auch Dr. Bernhard Gmehling, Oberbürgermeister der Residenzstadt Neuburg a.d. Donau und erläuterte den Hintergrund der verbindenden historischen Bande, die man auch in Zukunft pflegen wolle. Diese gehen bis auf das Jahr 1189 und Kaiser Barbaraossa zurück, der dem Grafen Adolf III. qua Freibrief Privilegien zugestand – betreff end eben diese – damalige – Elbinsel Finkenwerder. An der Donau habe folglich des Standesamt für Finkenwerder gestanden. Nun freue er sich, dass die Nachfahren der "Geburtshelfer" Finkenwerders Gäste dieses Festaktes sein durften. Er erinnerte auch an den ehemaligen Orts- bzw. Bezirksamtsleiter Peter Reichel, der diese freundschaftlichen Beziehungen nach Kräften gefördert hatte. Peter Reichel war im Herbst nach einer schweren Krankheit gestorben.
Der Kulturkreis Finkenwerder zeichnete nicht zuletzt Peter Voss, Vorstand der Baugenossenschaft "Finkenwärder Hoffnung" mit den Hölzernen Apfel aus. "Es ist eine Delikatesse, mit ihm zusammen zu arbeiten. Er hat mit seiner kleinen Mannschaft viel bewirkt", stellte Kurt Wagner in der Laudatio fest. Seit 32 Jahren ist Peter Voss nun in Finkenwerder tätig. In dieser Zeit hat er nicht allein für die Realisierung von hochwertigem Wohnungsbau verantwortlich gezeichnet sondern in gleichem Maße auch für Kunst im öffentlichem Raum. In seiner Funktion hat er außerdem dem Kulturkreis manche Tür geöffnet – dafür nun die Auszeichnung.

 

Augsburger Allgemeine, Freitag, 18. Februar 2011


Auf der Orgel im Hamburger Michel durfte Neuburgs Kirchenmusiker und
Stadtrat Josef Götzenberger ein kleines Konzert zum Besten geben.

Freundschaftsbesuch – In Hamburg wird ein Traum wahr

Neuburger Delegation bei 775 Jahre Finkenwerder. Götzenberger spielt auf Orgel in der Michaelikirche

Neuburg/Hamburg Sie wird Fischerinsel, sie wird aber auch Trauminsel genannt, das beschauliche Stück Erde im Süden von Hamburg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Finkenwerder vor 775 Jahren und das haben die Finkenwerder Vereine und der Kulturkreis e. V. am Wochenende gefeiert. Eingeladen dazu war, wie berichtet, auch eine Delegation aus dem befreundeten Neuburg.
Die 22-köpfige Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Bernhard Gmehling wurde in Hamburg herzlich empfangen und das ganze Wochenende bestens betreut. Unter der Federführung des Vorstandsmitgliedes des Kulturkreises, Bernhard Preuß, war der Wochenendaufenthalt nicht nur hervorragend vorbereitet und organisiert worden. Sogar einen Kindheitstraum konnten die Hamburger für den Stadtrat und Kirchenmusiker Josef Götzenberger in Erfüllung gehen lassen. Er durfte auf der weltberühmten Steinmeyer-Orgel in der Michaeliskirche ein kurzes Konzert geben.
Beim Festakt am Samstagabend in der Aula des Finkenwerder Schulzentrums war gute Laune und beste Unterhaltung mit Jazzmusik angesagt. Der 1. Vorsitzende des Kulturkreises Finkenwerder, Adolf Fick, konnte neben dem Bezirksbürgermeister von Hamburg-Mitte, Markus Schreiber, eine Vielzahl von Ehrengästen begrüßen. Oberbürgermeister Gmehling betonte in seiner Ansprache noch einmal die langjährigen kulturellen Verbindungen zwischen Finkenwerder und Neuburger Vereinen. Er erinnert auch daran, dass die Weltstadt Hamburg mit Neuburger "Geburtshilfe" überhaupt erst zur Metropole wurde, denn schließlich hat Kaiser Friedrich Barbarossa im Jahre 1189 in Neuburg die Freihafenurkunde für Hamburg ausgestellt. Dies war auch das Thema des humorvollen Überraschungsgedichtes, das Hans Wörl vom Neuburger Volkstheater unter großem Beifall spontan zum Besten gab.
Höhepunkt des Abends war freilich die Verleihung der Ehrenpräsidentschaft an den langjährigen Vorsitzenden und Gründungsmitglied des Kulturkreises Finkenwerder, Kurt Wagner.
Nach einer fachkundigen Stadtführung durch die Hamburger Nobelbezirke, aber auch das St. Pauli-Viertel und einem Besuch des Hamburger Rathauses, trat die Neuburger Delegation nach einem erlebnisreichen Wochenende am Sonntag die Rückreise nach Neuburg an. Selbstredend sprach OB Gmehling gegenüber den Hamburger Freunden eine Einladung zum diesjährigen Schlossfest aus. (nr)
http://www.augsburger-allgemeine.de/neuburg/sport/In-Hamburg-wird-ein-Traum-wahr-id13693841.html

 

Der Neue RUF, Samstag, 29. Januar 2011

Finkenwerder Schüler als "Kunstfälscher"?
Einmalige Ausstellung im Hotel "The Rilano"

(pm) Finkenwerder. Wenn Kunstfälscher am Werk sind, dann ist höchste Vorsicht geboten. Anders in Finkenwerder: Unter dem Motto "Kunstfälscher" stellen 80 Finkenwerder Schüler aus der Stadtteilschule sowie vom Gymnasium vom 5. Februar bis zum 4. März 80 Bilder im Hotel "The Rilano" am Hein-Saß-Weg- 40 auf Finkenwerder aus. Sie sind in Anlehnung an (Vor)Bilder zahlreicher Finkenwerder Künstler entstanden.
Mit der Förderung durch die Baugenossenschaft Finkenwärder Hoffnung e.G. und des Hotels "The Rilano" (ehemals "Golden Tulip") konnte der Kulturkreis Finkenwerder mit den beiden Schulen im Rahmen des 775. Insel-Jubiläums ein Kunstprojekt für die Schüler der Klassen 8 bis 11 planen und durchführen. Bekannte Finkenwerder Maler stellten Bilder ihrer Originale zur Verfügung, die im Kunstunterricht von den Schülern nachempfunden werden sollten. Das Ergebnis wird ab Freitag, 4. Februar im Hotel für vier Wochen lang gezeigt. Die Vernissage dieser nicht alltäglichen Ausstellung beginnt um 19.30 Uhr. Die Künstler und die Initiatoren des Kulturkreises beurteilen das mittlerweile vorliegende Ergebnis als "beeindruckend und überraschend".
Das Ergebnis hat die Veranstalter, wissend, dass alle die leichte Ironie verstehen, veranlasst, der Ausstellung diesen Namen zu geben, ohne damit die Leistung der Schüler kritisieren oder schmälern zu wollen, im Gegenteil! "Der Erfolg dieser Art von Zusammenarbeit mit den Schulen im Interesse unserer Finkenwerder Jugend ermutigt den Kulturkreis, sie fortzuführen", sagte Uwe Hansen, Sprecher des Kulturkreises.
Unter anderen konnten die Maler Werner Schultz, Christian Meier, Jessica McClam, Hinrich Stroh oder auch Marc Bronner gewonnen werden. Ihre Originale werden dann neben den Bildern der Schüler hängen. Auch wenn die Vergleiche selbstredend hinken– Vergleichen ist ausdrücklich gewünscht. "Es ist eine spannende Geschichte", schwärmte Kurt Wagner, Gründer des Kulturkreises, und nicht zuletzt "ein künstlerischer Dialog zwischen den Malern und dem potenziellen Nachwuchs", den zu Fördern sich der Kulturkreis auf die Fahnen geschrieben hat. "Der Erfolg dieser Art von Zusammenarbeit mit den Schulen im Interesse unserer Finkenwerder Jugend ermutigt uns, sie fortzuführen," betonte er. Nicht zuletzt ist die Ausstellung auch ein Dialog zwischen den Generationen. In ihrer Machart ist diese Art der Ausstellung in Deutschland bisher einzigartig, "das hat bisher in dieser Form noch niemand gemacht", bestätigte Wagner. Entsprechend groß sei die Begeisterung bei Künstlern und Schülern gewesen. Die Kunstwerke, die auf diese Weise entstanden sind, sollen im Sommer versteigert werden. Der Erlös wird in die Kunstförderung an den Finkenwerder Schulen investiert um die Kreativität des Nachwuchses zu fördern.
Eröffnet wird die Ausstellung im Beisein von Schülern, Lehrern und Eltern sowie Gästen des Kulturkreises.
Zur Eröffnung spricht der bekannte Hamburger Maler und Bildhauer Axel A. Groehl.

 

Der Neue RUF, Samstag, 8. Januar 2011

Finkenwerder feiert – Feiern Sie mit
Stadtteil vereint beispielhaft Tradition und Moderne

(pm) Finkenwerder. Finkenwerder ist ein ganz besonderer Stadtteil von Hamburg. Die Menschen bilden eine außergewöhnliche Gemeinschaft. Hier finden sich auf kleinstem Raum Natur und bäuerliche Betriebe sowie die ganz wesentlichen Industrieansiedlungen Hamburgs in den Bereichen Hafenwirtschaft und Luftfahrt. Der Stadtteil ist historisch gewachsen und gleichzeitig verbaut, hinter dem Deich, und mit Bus und Dampfer – ja, aus Finkenwerder fährt man von der Dampferbrücke, wie sie auch offiziell heißt, mit dem "Dampfer" nach Hamburg – doch gut angebunden an die Millionenstadt. Für viele Hamburger ist Finkenwerder noch immer die Insel vor den Toren der Stadt. Finkenwerder war bereits totgesagt und ist doch erstaunlich lebendig. Gerade auf die wiederkehrende existentielle Bedrohung durch den Elbstrom ist es vielleicht zurück zu führen, dass es in Finkenwerder einen besonderen Zusammenhalt gibt. Hier ist vieles persönlicher, menschlicher und auch sozialer.
Finkenwerder ist durch ein sehr umfangreiches Ehrenamt und viele Organisationen aus Sport und Kultur geprägt. Im gewissen Sinne ist Finkenwerder damit eine sehr moderne Vorlage für eine wachsende, mit Industrie ausgestattete Stadt wie Hamburg.
Vieles lebt, handelt und gestaltet hier einträchtig nebeneinander, was woanders unverträglich und undenkbar ist. Die Anstrengungen der Bürger in den Vereinen, Institutionen und im täglichen Leben verdienen es, anlässlich eines solchen Geburtstages gewürdigt und gefeiert zu werden. Dies geht weit über das reine Durchlaufen eines Zeitabschnittes von immerhin 775 Jahren hinaus. Der Spiegel all dessen ist die Informations- und Programmplattform www.775Jahre-Finkenwerder.de.
Dort findet man nicht nur interessante Fakten zur Geschichte, sondern vor allem einmal diejenigen, die nachhaltig das Finkenwerder Leben prägen. Unter der Rubrik "Akteure" zeigt Finkenwerder seine Vielfältigkeit und Kraft, ausgedrückt in zahlreichen Vereinigungen und Vereinen.
Der Kulturkreis Finkenwerder als übergeordneter Veranstalter des Jubiläumsjahres ist stolz darauf, ein Festjahresprogramm voller Höhepunkte präsentieren zu dürfen. Die einzelnen Programmpunkte findet man auf der Homepage unter dem Button "Programm".
Er wird ständig überarbeitet und präzisiert. Es sind auch noch weitere Veranstaltungen in der Planung. Es lohnt sich, stets dort einen Blick auf das aktuelle Programm zu werfen. Der offi zielle Startschuss fällt am 12. Februar mit der Auftaktveranstaltung der Finkenwerder Vereine in der Aula der Stadtteilschule Finkenwerder. Zu diesem Ereignis werden Vertreter, nicht nur der Finkenwerder Vereine, sondern auch zahlreiche Ehrengäste erwartet. Zahlreiche beliebte Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Schredderfest (siehe gesonderter Bericht), aber auch die Ausstellung "Junge Künstler" im Hotel Rilano (ehemals Golden Tulip") stehen unter dem Logo "775 Jahre Finkenwerder".
775 Jahre ist ein Fest von den Finkenwerdern für Finkenwerder und für die Freunde der Finkenwerder Elbinsel.
Der "Neue RUF" wird die Aktivitäten im Rahmen dieses Jubiläumsjahres regelmäßig redaktionell begleiten. Die Berichterstattung erfolgt unter dem heute hier erstmals verwendeten Logo – das Erkennungszeichen für das Feierjahr 2011. Das Grüne des Logos soll jedoch keine Anlehnung an die Umwelt-Hauptstadt Europas 2011 sein, die Hamburg diesmal ist, sondern knüpft an eine Finkenwerder Tradition an.
Die große Auftakt-Veranstaltung mit den Finkenwerder Vereinen ist für den 12. Februar vorgesehen. Sie beginnt um 19.00 Uhr in der Aula der Stadtteilschule Finkenwerder (ehemals Gesamtschule). Ausstellungen, Konzerte, (Floh)Märkte, die Karkmess (eingebettet in das Jubiläumsjahr), ein großer Festumzug am 5. Juni – das und noch viel mehr erwartet Finkenwerder und seine Gäste in diesem Jubiläumsjahr.